Uwe KlennerDer Kompetent-Macher

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E-Mail-Etikette, die noch zählt

Illustration KI-generiert

E-Mail-Etikette, die noch zählt

· 2 Min. Lesezeit

Eine E-Mail mit dem Betreff „Frage“ oder gar keinem Betreff landet in deinem Postfach – und schon bevor du sie öffnest, hast du eine leise Vermutung über die Sorgfalt der absendenden Person.

Auch wenn ein großer Teil der schnellen Abstimmung heute über Teams oder Slack läuft, bleibt die E-Mail das Format für alles, was etwas formeller ist oder dauerhaft nachvollziehbar bleiben soll – und genau deshalb verzeiht sie Nachlässigkeit weniger als ein schneller Chat. Ein klarer, konkreter Betreff, der sofort erkennen lässt, worum es geht und ob Eile geboten ist, ist die einfachste und zugleich am meisten vernachlässigte Höflichkeit. Eine E-Mail, die in kurze Absätze gegliedert ist und wichtige Punkte optisch hervorhebt, wird tatsächlich gelesen, statt nur überflogen. Und eine individuelle statt einer immer gleichen Grußformel am Ende macht aus einer generischen Nachricht wieder eine persönliche.

Für die Erste-Worte-Phase gilt: Die E-Mail ist oft der allererste Kontakt, den ein neuer Kunde von dir bekommt, noch vor jedem Gespräch. Der erste Eindruck entsteht hier lange, bevor jemand deine Stimme hört oder dein Gesicht sieht – und er ist über den Betreff und die ersten zwei Zeilen genauso entscheidend wie ein Handschlag im echten Leben.

Nimm die Beraterin, die einer neuen Kundin die erste E-Mail mit dem Betreff „Ihr Angebot: nächste Schritte bis Freitag“ statt schlicht „Angebot“ schickt: Der Unterschied in der Reaktionsgeschwindigkeit ist meistens sofort messbar.

Wie sorgfältig ist deine letzte E-Mail an einen neuen Kontakt wirklich gewesen – Betreff, Aufbau, Schluss?

Quelle: 30 Jahre Coaching-Praxis, Uwe Klenner.