Illustration KI-generiert
Trainiere deine Stimme
Ein Redner steht unsicher, leise und nervös am Pult – und ohne dass jemand im Publikum es bemerkt, beginnen die Zuhörer nach kurzer Zeit selbst ein wenig unsicherer zu wirken. Wir übernehmen unbewusst den Zustand der Stimme, die wir hören.
Deshalb entscheidet die Stimme mit darüber, ob du als seriös und kompetent wahrgenommen wirst – oft stärker als der Inhalt des Gesagten. Tiefere Stimmlagen gelten allgemein als souveräner und kompetenter, auch wenn eine künstlich abgesenkte Stimme schnell aufgesetzt wirkt und ins Gegenteil kippt. Hohe oder schrille Tonlagen werden dagegen unbewusst mit Unsicherheit oder mangelnder Kompetenz verbunden – unabhängig vom fachlichen Wissen der sprechenden Person.
Für die Auftritts-Phase liegt der Schlüssel nicht darin, deine Stimme künstlich zu verstellen, sondern deine natürliche Indifferenzlage zu finden: jenen entspannten Grundton, den du triffst, wenn du ein zufriedenes „Mmmmh“ von dir gibst. Sprechen, das sich in einer natürlichen Schwankungsbreite um diesen Grundton bewegt, wirkt lebendig und zugleich souverän – anders als eine monotone oder eine künstlich vertiefte Stimme.
Nimm die Führungskraft, die sich vor einer wichtigen Ansage bewusst ein paar Sekunden Zeit nimmt, um in ihre eigene Indifferenzlage zu finden, statt direkt und nervös loszusprechen: Der Unterschied ist für das Publikum sofort hörbar, auch wenn kaum jemand benennen könnte, woran es liegt.
Wie klingt deine Stimme, wenn du nervös bist – und hast du schon einmal bewusst darauf geachtet, zu deinem eigenen natürlichen Grundton zurückzufinden?
Quelle: 30 Jahre Coaching-Praxis, Uwe Klenner.
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