Mit Mentaltraining Selbstbewusstsein steigern, Selbstverantwortung

Selbstverantwortung

Selbstverantwortung und Selbstbewusstsein

Selbstverantwortung!

Diesmal ist es etwas umfangreicher, dafür aber für Dich an Informationen und Anregungen reicher ;-). Ich bitte um Entschuldigung, dass in einigen Artikeln die Du- Form gewählt ist. Sie ist dann allerdings am Passendsten. Und es wird immer wieder passieren. Schlingel

 

Nun also los, vor kurzer Zeit las ich ein Buch, in dem der Autor mich fragte: "Wer fährt den Bus?". Der Bus war sein Sinnbild (Metapher) für mein Leben und er fragt mich damit, ob ich es bin, der am Steuer des Busses sitzt oder ob ich eher auf der Rückbank sitze und mich darüber ärgere, dass es nicht dahin geht, wo ich gerne wäre. Das hat mich tief beeindruckt und ziemlich nachdenklich gemacht. Danach habe ich einiges in meinem Leben geändert. Unser Workshop Grenzen überwinden, Ziele erreichen wird auch Dir dabei helfen und Dich unterstützen, mit Techniken und Tricks.

Was ist Eigenverantwortung wirklich? Oder was ist es für Dich? Stell dir bitte die Frage und beantworte Sie dir im Geiste, bevor Du weiter liest.

Wer oder was ist dafür verantwortlich, was in unserem Leben passiert? Beim Thema Eigenverantwortung scheiden sich die Geister. Die einen sagen, dass wir nur ein Produkt unserer Umgebung und der Umstände sind. Wenn wir als Arbeitssuchender keinen Job finden, dann liegt das eben an der Wirtschaftslage. Und wenn wir mehr Geld ausgeben, als wir haben und Schulden machen, dann liegt das an der Werbung oder an unserer Konsumgesellschaft, die uns verführt hat.

Andere vertreten den Standpunkt, dass wir grundsätzlich für alles in unserem Leben selbst verantwortlich sind. Das kann sogar soweit gehen, dass wir daran schuld sind, wenn uns ein Ziegel auf den Kopf fällt. Schließlich war es unsere Entscheidung, so dicht an der Baustelle vorbei zu gehen. Oder wir bekommen dann einfach das zurück, was wir in die Welt gegeben haben.

Bist Du ein Opfer oder ein Gestalter?

Es gibt die Starken und die Schwachen. Es gibt Gewinner und Verlierer. Es gibt

Gestalter und Opfer. Was bist Du? Ich habe es oben schon angerissen. Es gibt Menschen, die fühlen sich als Opfer der Umstände und es gibt Menschen, die nehmen ihr Leben in die Hand. Die einen sind (grob vereinfacht) die Opfer und die anderen sind die Gestalter.

Unsere Sprache verrät uns

Opfer erkennt man z.B. an ihrer Sprache. Sie sagen Dinge wie:

"man muss nehmen was kommt",

"man kann sich sein Leben ja nicht aussuchen",

"ich kann ja doch nichts ändern" oder

"was soll ich schon tun?".

Opfer beginnen viele Sätze mit:

"Ich muss...",

"Ich kann nicht...",

"Man kann doch nicht..." oder

"Man darf doch nicht...".

Für Opfer besteht das Leben aus Sachzwängen und anderen Umständen, denen man die Schuld dafür zuschieben kann, dass das eigene Leben nicht so ist, wie man es gerne hätte. Wer so denkt, der ist wirklich nur Spielball des Lebens. Wer so denkt, der gibt sich selbst einfach keine Chance, etwas zum Besseren zu verändern.

Hilflosigkeit kann man lernen - aber auch verlernen. Eine Chance zum Verlernen bietet dir der Workshop.

Aus einer solchen Opfer-Einstellung spricht auch eine tief verwurzelte Hilflosigkeit. Der amerikanische Psychologe Martin Seligman sagt, dass wir diese Art der Hilflosigkeit durch persönliche Erlebnisse oder von unseren Bezugspersonen lernen, verallgemeinern und später als gottgegeben hinnehmen. Aber er sagt auch, dass wir umlernen und diese Hilflosigkeit in das verwandeln können, was man im amerikanischen "Personal Power" nennt, also die Kraft das eigene Leben zu bestimmen und zu gestalten.

Ändere die Art, wie Du redest und denkst.

Der erste Schritt zum Umlernen kann sein, dass man die Sprache und die Denkweise von Gestaltern annimmt. Gestalter sagen und denken:

"Wenn das Leben mir Zitronen gibt, mach ich Limonade draus",

"Ich bin der Regisseur meines Lebens",

"Wenn es Schwierigkeiten gibt, werde ich sie überwinden" oder

"Und wenn ich Hilfe brauche, werde ich sie mir suchen".

Gestalter beginnen ihre Sätze und Gedanken mit:

"Ich will...",

"Ich kann..." oder

"Ich darf..."

Es geht darum, wie wir unsere Karten ausspielen.

Wenn Du mit diesen Denkweisen an das Leben herangehst, bestimmst Du die Richtung, wo es hingeht. Das heißt nicht, dass Dir alles in den Schoß fällt und sich jedes Deiner Ziele automatisch verwirklicht, nur weil Du mit Optimismus an die Sache herangehst. Aber wer es erst gar nicht versucht, kann es natürlich  auch nicht schaffen. Denk an das Zitat von oben. Es geht darum, wie wir unsere Karten ausspielen.

Und wie sieht das nun bei Dir aus? Bist Du im Spiel des Lebens der Ball, der nichts ändern kann oder bist Du ein Spieler, der die Tore schießt? Hast Du Dein Leben in der Hand oder hat Dein Leben Dich in der Hand? Bist Du ein Opfer oder Gestalter?

Warum es gefährlich ist, anderen die Schuld zu geben

Anderen die Schuld zu geben und zum Sündenbock zu machen ist eines der beliebtesten Spiele in deutschen Unternehmen und Familien. Und das ist eine ziemlich gefährliche Sache. Ich denke, damit wird nicht nur Selbstbestimmung, sondern Macht an andere abgegeben. Kennst Du auch Menschen, die prinzipiell anderen die Schuld zuschieben? Menschen, die z.B. sagen:

"Ich würde gerne glücklich sein, aber meine Eltern haben meine Kindheit versaut. Sie sind schuld, dass es mir heute so schlecht geht" oder "Du bist daran schuld, dass ich mich so ärgern muss" oder "Wenn mich meine Frau nicht provoziert hätte, dann hätte ich sie nicht schlagen müssen. Sie ist alleine schuld".

Wenn etwas schief geht, dann wird oft erst einmal der Schuldige gesucht. Ich selbst kann es nicht sein. Das kennst Du wahrscheinlich alle aus Deiner Umgebung und vielleicht auch manchmal von Dir selbst.

Schuld zu haben, ist anstrengend.

Es ist ja auch nicht besonders bequem, Schuld zu haben. Wer Schuld hat, muss zahlen, sich ändern oder etwas tun, um die Schuld wieder gutzumachen. Und man muss auch noch sicherstellen, dass das nicht wieder vorkommt, woran man schuld ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Wer Schuld hat, hat die "Arsch-Karte", die in letzter Zeit so gerne zitiert wird.

Nehmen wir ein Beispiel:

Herbert arbeitet in einer Autowerkstatt und er denkt sich immer: "Ich bin nicht daran schuld, dass unsere Kunden so unzufrieden sind, also brauche ich auch nichts tun." Als die Werkstatt einen Monat später dicht gemacht wird, steht er aber trotzdem auf der Straße, ob er nun Schuld hatte oder nicht.

Das ist so, wie mit dem Kind, das im Winter bei -20 Grad auf der Straße steht und denkt: Da wird sich meine Mutter ganz schön darüber ärgern, wenn ich mit erfrorenen Fingern nach Hause komme, weil Sie vergessen hat, mir meine Handschuhe anzuziehen.

Aber Schuld zuzuweisen, ist auch ziemlich gefährlich.

Und genau deswegen ist die Zuweisung von Schuld so gefährlich: Wir geben damit die Verantwortung ab. Wir denken, es ist nicht unsere Sache. Jemand anders ist verantwortlich und wir müssen nichts tun. Handeln muss nur der, der Schuld hat. Diese Denkweise ist zwar verständlich aber in keinster Weise nützlich. Denn die negativen Konsequenzen tragen eben nicht nur die, die angeblich schuld sind, sondern alle Beteiligten - Du eingeschlossen.

Frag Dich immer, was Du tun kannst …..

Und deswegen: Wenn es in Zukunft in Deinem Leben ein Problem gibt oder wenn Du mit etwas unzufrieden bist, dann ist die richtige Frage *nicht*: Wer ist schuld? - Die richtige Frage lautet: Was will ich erreichen und was kann ich dafür tun? Diese Frage ist der Kern einer eigenverantwortlichen Denk- und Handlungsweise. Also: Was willst Du erreichen? Und was kannst Du dafür tun? Heute noch? In den nächsten Stunden? Jetzt!

© Copyright by Ralf Senftleben ergänzt von Uwe Klenner

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